Zusammenfassung der lezten Wochen USA

Hallo allerseits,

 

ich bin gestern gut aus Finnland (siehe späteren Eintrag) zurückgekommen und nutze den So um  meinen USA Blog hiermit zu komplettieren.

Die letzten paar Wochen fehlen ja noch. War dann gegen Ende doch noch verhältnismässig stressig geworden. Lag vor allem an den vielen Präsentationen, einem Poster, dass zu schreiben war und der Tatsache, dass 3 Wochen vor Ende dann doch endlich meine Maske ankam.

Aber mal von Anfang. Nach Yosemite waren erstmal 2 Wochen "nur" lab angesagt. War einerseits super, weil mir das Projekt tierisch Spass gemacht hat, andererseits aber auch recht frustig, weil irgendwie nix so richtig hinhauen wollte und der Maskenschreiber immer noch down war. Also weiter mit Behelfsmethoden. Dann konnten Andy und ich Prof. Squires überreden, dass wir die Maske extern schreiben lassen (sehr preiswert :P) und was war? Am Tag der Order kam das Erdbeben in LA => Maske verspätet. 1 Woche später war sie dann da, aber leider fehlerhaft. Erst kurz vor Ende des Programms konnte ich dann meine Versuche mit den eigentlichen devices beginnen. Einer der Hauptgründe, weswegen die Pumpe leider nicht fertig wurde. Allerdings wurde mir von Prof. Squires dann am Ende eröffnet, dass das niemand ernsthaft erwartet hatte in 10 Wochen. Man wollte eher sehen, wie weit ich komme und am Fr vor meiner Abreise hab ich dann doch noch einige sehr erfreuliche Ergebnisse bekommen.

Abgesehen davon habe ich dann noch die oben erwähnten Präsentationen geschrieben und gehalten, sowie eine Postersession hinter mich gebracht. Lief alles ganz glatt.

Aber genug der Arbeit. Auch privat ging in den letzten Wochen noch einiges. Zuerst waren wir mal zum Whale Watching. War mit 94$ pP zwar nicht gerade billig, aber jeden cent wert. Die Tour ging einen ganzen Tag und bei strahlendem Sonnenschein (ratet mal wer die Sonnencreme vergessen hatte) war allein die Bootsfahrt schon toll. Aber es kam noch viel besser. Wir hatten echt Glück, denn wir bekamen hunderte (keine Übertreibung!) Delfine, 8!! Blauwale und ein paar Seelöwen vor Augen und Linsen. Ein paar Bilder sind ebenfalls im Album. War echt beeindruckend und ein komisches Gefühl, bis auf 50 m an die grössten Tiere ranzukommen, die je auf Erden gelebt haben.

Der nächste Ausflug war dann ein Campingtrip an unserem letzten gemeinsamen Wochenende, der eigentlich der Abschluss sein sollte. Wir fuhren mit 4 Leuten und 2 Zelten zum Wandern und Schnorcheln auf Santa Cruz, die grösste der unter Naturschutz stehenden Channel Islands 20 Meilen vor Santa Barbara.

Wieder mal nur klasse. Die Insel selbst ist verhältnismässig trocken und die Vegetation bis auf den Bereich der Scorpion Ranch sehr karg, aber der ständige Nebel lässt die Berge der Insel doch recht mystisch wirken, so dass unsere Wanderungen nie langweilig wurden. 

Aber der eigentliche Brüller war unter Wasser. Der schönste Snorkling Spot an dem ich je war. Leider war meine Kamera da nicht zu gebrauchen, da nicht wasserdicht. Abgesehen von urwüchsigen Seetangwäldern gabs jede Menge Seesterne in allen Farben, Octopusse, unterarmlange Hummer und, mein persönliches Highlight, ganze Schwärme von Rochen mit bis zu 2 m Spannweite. Das war sehr beeindruckend, mit denen zu schwimmen. Wollte ich immer schon machen, da mich Rochen sehr faszinieren. Ich war hin und weg und wir alle sehr lange im Wasser, was bei ca 13 °C ohne Anzug doch recht frisch wird.

Nach dem tollen Wochenende wollten wir dann alle doch noch mehr. So wurde dann für einen Wochentag ausgemacht, dass wir uns frei nehmen um mal in die Wüste zu fahren, schliesslich kann man Ca ja nicht verlassen ohne einmal in der Wüste gewesen zu sein. Also einen Mietwagen gebucht und 4 h in die Wüste gefahren, um den Red Rock Canyon State Park nahe dem Death Valley National Park zu besuchen. Dort wurden einige bekannte Western (zB High Noon) gedreht, da die Gesteinsformationen im Canyon einfach atemberaubend schön sind. Ausserdem stand noch eine Geisterstadt auf dem Programm und halt lange Zeit Autofahrt durch die Wüste. Sehr anstrengend bei 40-45°C aber mal wieder jede Sekunde wert. Die Wüste ist gerade in ihrer Kargheit beeindruckend schön, auch wenn dort leben für mich der Albtraum wäre. Zu einsam, alles zu flach und trist.

Am Abend waren wir dann noch auf die Lancaster County Fair, eine Art riesen Kirmes. Wir sahen von dem Highway aus nur, dass da ein Konzert war und nachdem wir den Eintritt für die Kirmes gelöhnt hatten, stellte ich begeistert fest, dass das Konzert von der Band Poisson war (80-90er Hair Hardrock Band). Das war dann der krönende Abschluss.

Der Rest der letzten Woche ging dann auf Forschung, Packen und Verabschieden der Gruppe drauf. War schon traurig CA verlassen zu müssen. Aber wir wussten Alle das das kommt.

Alles in Allem bin ich froh diese Erfahrungen gemacht zu haben und bin begeistert von der UCSB und der Umgebung. Auch habe ich einige Vorurteile gegen die USA verloren, die mich jetzt selber nerven. Die Leute in CA haben mit dem Bild, dass die USA atm international vermitteln absolut nichts gemein. Die Menschen sind sehr offen, neugierig und ehrlich. Natürlich ist der US Patriotismus uns Deutschen bisweilen fremd, aber das hat eher mit unserem Verhältnis zum Staat zu tun.

 

Alles in Allem eine klasse Zeit. Jederzeit wieder.

 

Gruss.

 

Michael

  

21.9.08 16:20

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL